Die Kälte denkt: So geht das nicht.
Zu viel Gefühl. Zu wenig Licht.
Sie ordnet schnell, sie räumt ein wenig,
macht die Welt übersichtlich und fröhlich-wenig.
Was gestern laut „Ich!“ gerufen hat,
liegt heute brav im weißen Spat.
Der Frost sagt: „Still jetzt. Erstmal ruh’n.
Das Leben hat noch Zeit zu tun.“
Und siehe da: Im strengsten Sein
fällt manchem plötzlich etwas ein.
Denn Ordnung – kaum ist sie vollbracht –
hat schon den Frühling ausgedacht.