Der Winter, der Winter,
hat plötzlich beschlossen:
„Es wird jetzt gefroren –
der Sommer ist flossen.“
Er rüttelt am Fenster,
er schüttelt die Tür,
als sagte er streng:
„Ein bisschen Manier!“
Er malt an die Scheiben
Kristalle mit Schwung
und denkt dabei heimlich:
„Wie herrlich – wie jung!“
Er friert uns die Nasen,
er knackt uns den Teich,
und nennt das dann trocken:
„Naturausgleich.“
Doch kaum wird es wärmer,
zieht er sich zurück
und murmelt: „Na wartet,
ich komm’ wieder – Stück für Stück.“
Denn Winter, so scheint es,
ist klug und auch schlau:
Er friert uns die Welt ein –
damit wir sie tau’n.