Max Vödisch

Die Gesichter des Mondes

Sie kreisen stumm um diese Welt,
ein jedes Bild, das uns gefällt,
ein jeder Schein der dunklen Nacht,
der still am Himmelszelt wacht.

Da ist der blasse, der uns quält,
wenn Angst sich ihre Wege wählt
und jener Schimmer, fern und schwer,
besungen einst von CCR.

Der Mond, der Unheil bringen kann,
wenn Sturm sein wildes Lied stimmt an.
Er kündet oft von Leid und Not,
als läg am Horizont der Tod.

Doch fern vom grauen Schreck zugleich
erstrahlt ein Licht im stillen Reich:
der goldene Mond, der Ruhe schenkt
und Wärme tief ins Innre lenkt.

Sie stehen alle zeitgleich wach
auf diesem finstren Weltendach,
mal Tröster, mal das harte Licht,
das durch die düstre Kammer bricht.

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