Max Vödisch

Die leere Kammer

Einsamkeit, ein stiller Raum,
kein Licht, kein Klang, kein sanfter Traum.
Ein Ort, den viele nie verstehen,
weil sie ihn nur von außen sehen.

Wenn man sich selbst dem Leben entzieht
und keine Hand mehr Wärme gibt,
wenn Stimmen schweigen, Träume fliehen
und letzte Farben langsam verglühen,

dann schleichen Sorgen leise heran
und legen sich aufs Herz fortan.
Die Lust verweht, die Welt erstarrt
in Tagen, grau und kalt und hart.

Ein leeres Haus, ein matter Blick,
kein Weg führt ohne Schmerz zurück.
Doch wer den dunklen Gang durchschreitet,
findet den Pfad, der Hoffnung weitet.

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