Maria Emilia Braun

Die Sucht ruft mich

Siehst den Strich,
zier dich nicht!
Diese waagerechte Linie,
macht dich leicht zur kleinen Fliege.
Die kleine Blüte zieht dich an,
du zündest sie an,
ziehst dran
und bist im Bann.
,,Was machst du heute?‘‘
fragen die Leute.
Sie fragen ohne Grund,
du nur mit dem Plättchen im Mund,
dem Plättchen das dich fühlen lässt.
Frei und glücklich
ein kurzer Moment,
aber die Zeit rennt.
Sie rennt dir davon
,,Von mir wirst du niemals loskomm‘ ‘‘
Fühl mich als würd‘ es mit mir sprechen,
will den Bann niewieder brechen.
Doch er bricht nach einem kurzen Moment.
Direkt wenn die Zeit wieder rennt.
Du hörst Stimmen die rufen,
doch keiner hört dich
keiner hört dein Geschrei
Deine Beine wie aus Blei,
sie lassen dich nicht frei.
,,Weg wirst du niemals komm‘ ,
nicht von mir‘‘ ,
spricht die Droge zu dir.
Du liegst daneben
fühlst dich als würdest du schweben.
Langsam stirbst du
ganz allein
keiner will mehr bei dir sein.
Keiner kann dich befrein‘.
Der Entzug ruft
zu oft schon da gewesen
langsam kannst du nicht mehr lesen.
Überfliegst alle Nebenwirkungen.
Es interessiert eh keinen mehr, wenn ich nicht mehr wär.
So viele Schulden
werden immer mehr
was ist, wenn diese Sucht nicht mehr wär?
Wär ich frei davon, hätte ich gewonn‘.
,,Ich will aufhören‘‘ ,
sage ich mir
aber trotzdem greif ich nach dem nächsten Bier.
Kipp es runter und werd munter.
Jeder verlässt mich
jetzt auch noch du.
Also nehm ich die nächste Flasche Alkohol zu mir zu.
Kipp es runter wie Wasser.
Jetzt brauch ich mehr als nur ein Pflaster.
Es reißt ab, immer wieder
wieder die gleichen beschissenen Lieder
die Lieder, die mich an dich erinnern
ich fang an zu wimmern.
Ich brauch das Zeug, ohne kann ich nicht
ich denke, bald trifft es mich.
Bald trifft mich der Tod
ich fühle große Not.
Aber anstatt nach Hilfe zu schrein‘ ,
falle ich tiefer rein.
Falke tiefer in das Loch hinein
welches ich mir so tief schaufelte.
So tief, dass ich nicht mehr hochschauen kann
und schon wieder bin ich im Bann,
im Bann gefangen
kann nicht mehr renn‘
meine Beine fangen an zu brenn‘ ,
zu brenn‘ und werden zu Staub
weil ich nicht mehr weiter lauf.
Ich laufe nicht davon
weil davon weg werd ich niemehr komm‘ .
Angefangen mit einer Lüge,
angefangen wegen einer Person.
Die mich sitzen ließ weil ich sie liebte,
die davon lief, ich wurd zuviel.
Dachte ich schaffe es ohne das Zeug,
doch das war meine größte Lüge.
Einmal deine Nase drin
und dein Leben wird ewig verschwimm‘ .

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 1.3 / 5. Anzahl Bewertungen: 12

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert