Schweigend erhebt sich das Licht über frostige Felder des Winters,
milde berührt es das Land, das noch im Dunkel verharrt.
Unter der Scholle verbirgt sich die träumende, wartende Saat noch,
ahnt doch im innersten Kern künftiger Blüte Gestalt.
Märzwind weht durch das Grau der entlaubten, zitternden Zweige,
kündet im leisesten Ton nahenden Wandel der Zeit.
Tropfen zerschneiden das Eis und schreiben vergängliche Zeichen,
lösen, was starr einst war, lautlos in fließende Spur.
Nicht nur Erneuerung bringt dieser Monat der tastenden Schwelle,
auch Erinnerung trägt er an Endlichkeit mit.
Denn wo die Knospe sich hebt aus nächtlichem Dunkel der Erde,
trägt sie im ersten Grün schon ihr Vergehen in sich.
Also erhebt sich das Herz im Rhythmus des kommenden Werdens,
wissend: im Blühen allein wohnt schon der Keim des Verfalls.