TIMO ERTEL

Frühlingssonett im März

Wenn milder Wind den harten Frost vertreibt
und zartes Grün sich durch die Erde ringt,
wenn erste Blüte still die Welt beschreibt
und Vogelruf durch junge Lüfte klingt,

dann hebt sich leis der Schleier dunkler Zeit,
der Winter wich aus Feld und aus Gemüt;
ein neues Licht durchströmt die Wirklichkeit,
das jede matte Seele neu durchglüht.

Doch ach, wie flüchtig ist des Lenzes Pracht,
wie schnell vergeht, was eben erst erwacht;
die Blume fällt, der warme Glanz vergeht,

und was im Licht so sicher schien zu stehen,
wird bald im Lauf der Zeiten untergehen –
bis neuer Frühling wieder aufersteht.

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