Hans Kern

Gedicht zur Silberhochzeit

Es eilen die Tage, es eilen die Monde, und in den Teppich der fliegenden Zeit, verweben die Muster des Lebens.
Ein buntes Gewebe aus Freude und Leid.

Verweilet das Auge und schauet zurücke, Erinnerung leuchtet in goldenem Schein, lässt wachsen das Edle, Schöne und Große.
Und macht alles hässliche nichtig und klein.

Die glücklichen Stunden, die einstens genossen, sie haben sich tief in die Seele geprägt, sie geben die Kraft und schenken die Stärke, die sicher durch bittere Stunden dich trägt.

Ihr seid durch die Jahre gemeinsam gegangen, in Liebe und Treue, unwandelbar fest, ihr truget gemeinsam das Gute und Böse und bauet dem schönen ein trauliches Nest.

Und was ihr geschworen, das habt ihr gehalten, und habt damit Euch und andere beglückt; das heilige Gelöbnis erleuchtet Euch weiter, von Morgen bis Abend den Weg unverrückt.

Leg deine Hand in meine Hand, gemeinsam lass uns gehen, bis an des Lebens dunklen Rand, wo Lust und Leid verwehen.

Leg deine Hand in meine Hand,
dass Liebe zu Liebe sich findet.
Und Treue sei das Unterpfand, das unsere Herzen bindet.

Leg deine Hand in meine Hand, und lass uns stolz bekennen: Der Liebe und Treue heiliges Band, kann selbst ein Gott nicht trennen.
(1944)

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