Meike Wolkenstein

Heimatlos

Der Bahnhof riecht nach Diesel,
nach nassem Beton,
nach Kaffee aus Pappbechern.

Ich habe mir etwas Heimat
zusammengefaltet
zwischen Blusen und Papieren.

Mein Koffer duftet
nach dem Gewürz,
das meine Mutter
mit den Fingern maß.

Ich trage ihn,
als trüge ich
den letzten Beweis,
dass es mich hier gab.

Eine Ansage zerbricht
über den Gleisen.

Der Zug kommt.
Alles riecht
nach Aufbruch.
Nichts
nach Ankommen.

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