Heinz Winkler

Herbstgedicht

Das Blatt noch in der Knospe ruht,
es schläft ganz tief und hat es gut.
Das grüne Blatt wächst froh am Baum,
was es erwartet, ahnt es kaum.

Das Blatt erlebt die Kraft der Sonne,
doch nur am Anfang voller Wonne.
Es kommt der Herbst, das Blatt wird rot,
es weiß noch nichts vom frühen Tod.

Das rote Blatt am Baume hängt,
der Wind es schnell zur Erde drängt.
Der Blätterbläser bläst das Laub,
das Blatt fällt in den feuchten Staub.

Man sieht das Laub in großen Haufen,
ein Igel wird darunter schnaufen.
Der Winter kommt mit Schnee und Frost,
das Laub wird langsam zu Kompost.

Im März beginnt der Kreis erneut,
was Baum und Blatt und Menschen freut.
Es ruht schon im Werden das Wieder-Vergehn,
im Kleinen, da kann man das Große verstehn.
Heinz Winkler

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