Sybille Wolf

Hof

Als ich noch stand
vor verschlossenen Toren,
vom Fenster aus riefst du mir zu.
Ein großes Rätsel ich glaubte verloren,
die Lösung, die kennst bloß nur du.

Ging langsam ein Tor auf, dann plötzlich das zweite,
vom Fenster aus winkst du mir zu.
Ein Riesengelände das geht in die Breite,
doch bin an der Türe im Nu‘.

Die Pforten du öffnest, mich herzlich empfangen,
umarmen wir uns im Steh‘n.
Verfliegt das Gefühl ich muss um was bangen,
bin einfach nur froh dich zu seh‘n.

Zum ersten Mal
lädst du mich ein,
zeigst mir den gigantischen Hof.
Zum ersten Mal
darf ich schauen rein, durch Fenster die du findest doof.

So führst du mich von Raum zu Raum, auch dann wenn sie sind noch verschlossen.
Du öffnest sie, kannst mir vertrau’n, selbst wenn dabei Tränen vergossen.

Verbirgt sich hinter stets was neu‘,
gibt es doch so viel zu entdecken,
hinein gegangen ich nie bereu‘,
viel lieber würd‘ ich eher verrecken.

Ich weiß genau, wo Schönheit blüht, darunter kann es auch sein hässlich.
Doch mit der Zeit das Gras hoch wächst und mit ihm die Blumen verlässlich.

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