Frühling hebt sein grünes Haupt
aus der Kühle der vergessenen Tage.
Blüte bricht das Schweigen,
Erwachen tastet sich ins Licht.
Tau liegt wie ein stilles Versprechen
auf der Wiese der noch zögernden Welt,
und jeder Vogelruf
ist eine erste Antwort auf das Morgenrot.
Duft steigt aus der Erde,
Sonnenglanz legt Gold auf Knospen,
die zart und trotzig zugleich
ihr Grün in den Himmel schreiben.
Regenbogen spannt sein leises Bündnis
zwischen Regen und Erwärmung,
zwischen Zweifel und Hoffnung.
Flieder flüstert von Dauer im Wandel,
Schmetterling übt das leichte Gesetz
der Verwandlung.
Lebenskraft geht barfuß
durch das nasse Gras,
und eine Melodie
zieht ihre Linie durch die Luft
Neuanfang ist kein Lärm.
Er ist das leise Ja
der Erde
zu sich selbst.