Die Kälte formt die Welt erneut,
nicht feindlich, nein – in stiller Treue.
Sie sammelt, was im Sommer streute,
und führt es heim ins klare Maß.
Die Erde hält den Atem an,
als lausche sie dem tiefen Sinn.
Im Frost wird jedes Ding sich seiner
Grenze, seiner Würde inne.
Nicht Tod ist dies, nicht starres Schweigen,
es ist das Sammeln aller Kraft.
Denn nur, was ruht in reiner Ordnung,
tritt einst ins Offene der Zeit.
So wächst aus Nacht und Maß und Stille
das Licht, das sich nicht selbst erzwingt.
Und was im Winter sich entzieht,
kehrt reifer heim im neuen Sein.