Die Sonne glänzt auf stillen Höhen,
es blühen schon die jungen Gefilde;
im Morgen steigt aus fernen Höhen
des neuen Tages mildes Bilde.
Ein goldnes Licht durchströmt die Auen,
noch liegt der Frost im Schattenraum,
doch Blüten wagen leis zu trauen
dem jungen, kaum erwachten Traum.
Vom Himmelslicht berührt die Erde
den Atem einer künft’gen Zeit;
im Märzwind wächst aus zartem Werde
die erste Ahnung Ewigkeit.
Die Knospe hebt ihr stilles Haupt,
als lausche sie verborgnem Klang;
was lange winterlich geglaubt,
steht nun im Aufbruch, frei und bang.
O März! Du Schwelle zwischen Zeiten,
du ernster Hüter lichter Spur –
du lehrst das Herz, sich auszubreiten
in offner, blühender Natur.