Chandrika Wolkenstein

Im Stand

Du stellst den Motor ab.

Unter den weißen Lampen
liegt die Raststätte
wie ein offener Gerätekasten.

Beim Aussteigen
geben die Knie
zu spät nach.

In den Waden summen
noch zweihundert Kilometer.

Der Kaffee fällt
in einen Pappbecher.
Deine Hand hält ihn ruhig,
doch an der Oberfläche
zittert die Straße weiter.

Du stehst zwischen Lastwagen,
Mülleimern,
dem Geruch erhitzter Reifen.

Nichts bewegt sich.

Erst im Stehen
merkt der Körper,
wie weit er von sich
entfernt ist.

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