TIMO ERTEL

Lenzgedicht

Es ist ein leises Gehen im Land,
als zöge jemand durch die Gründe;
ein Hauch liegt warm auf Feld und Rand,
ein erstes Wort in alter Kunde.
Noch steht das Jahr im Zwielicht da,
doch unter dunklen, schweren Schollen
regt sich ein heimlich leises Ja,
das Knospen hebt und Träume wollen.
Ein Vogel ruft – so schlicht, so klar,
als trüg er ferne Zeiten wieder;
und überm stillen Wiesenjahr
liegt weicher Duft von jungem Flieder.
So kommt der Lenz – nicht laut, nicht schnell,
doch tief in allem, was da lebt;
ein leiser Wandel, still und hell,
der Herz und Erde neu erhebt.

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert