Der März kommt wieder.
Wie jedes Jahr.
Doch die Felder sind vermessen,
die Saat ist patentiert,
das Licht bilanziert.
Tauwetter läuft durch Städte,
doch nichts taut wirklich auf.
Knospen stehen im Schaufenster,
Vogelgesang im Streamingdienst.
Der Wandel ist angekündigt,
als Strategiepapier,
mit Meilensteinplanung.
Man spricht vom Aufbruch,
doch meint Effizienz.
Man spricht von Freiheit,
doch meint Verfügbarkeit.
Der Märzwind weht durch Parlamente,
trägt Worte wie „Transformation“,
„Resilienz“,
„Zukunftsfähigkeit“.
Und irgendwo
unter Beton und Glas
wächst dennoch
eine wilde Saat.
Ungeplant.
Unsubventioniert.
Unkontrolliert.
Vielleicht
ist der März
nicht der Monat der Blüte –
sondern der Störung.