TIMO ERTEL

Märzen­gang zur Sonnenzeit

Es geht ein Licht durch Feld und Flur,
noch zart und kaum vernommen;
die Erde löst sich aus der Spur
des Frostes, der entronnen.
Die Sonne steigt in mildem Schein,
berührt die stillen Gründe,
und überm Rain im jungen Hain
geht leise Frühlingskunde.
Ein Bächlein läuft mit klarem Zug
durch Kies und alte Steine,
ein Vogel hebt den ersten Flug
und singt ins Licht hinein.
Die Wiese atmet frisch und weit,
ein Duft von feuchtem Leben;
und still wächst in der Sonnenzeit
ein neues, sanftes Streben.
So geh den Weg mit ruhigem Sinn,
lass alle Hast entschwinden;
der Lenz legt leise in dich hin,
was wir im Licht erst finden.

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