Max Vödisch

Monologe im Wind

Ich schreibe meine Zeilen
auf Inseln tief im Netz,
wo Worte kurz verweilen
und man auf Echos setzt.

Doch manche bauen Hallen
aus Versen, starr und dicht,
sie lassen Riegel fallen
und meiden fremdes Licht.

Sie künden nur von Pflichten,
von Ordnung, Sinn und Ziel,
doch statt uns aufzurichten,
bleibt es ein starres Spiel.

Ich aber suche Stimmen,
nicht nur die eigne Spur.
Ich lass die Texte schwimmen
im weiten Feld der Natur –

dorthin, wo Worte wandern,
wo Antwort möglich bleibt –
verschlossen für den andern,
wer Monologe schreibt.

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 5

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Ein Gedicht in Schönschrift publizieren? Nutze den Handlettering-Generator und verwandle dein Gedicht in ein visuell ansprechendes Kunstwerk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert