Ulf Torsten Beck

Stahl

Stahl

In der Menschheit Mittelalter
es düster dräut, die Zeit rückt vor
ein Alchemist im Burggemäuer
nimmt Eisen, Schwefel und Phosphor
dazu die Mittel Kobalt, Nickel
die richtigen Mengen seiner Wahl
schweißglänzend er am Amboss steht
dies neues Kunstwerk nennt er

Stahl, er nennt es Stahl

Doch in der Schlacht, die Schwerter brachen
der Pflug am Steine oft zerbarst
dies Wissen martert, es zerstört ihn
bringt ihn auf, doch treibt voran
probiert es nun mit Molybdän,
Chrom, Vanadium und Mangan
Zaubersprüchen alter Hexer
heißer Glut und schmiedet

Stahl, er nennt es Stahl

Der Urgrund dessen, ihm blieb,s verborgen
ward einst geboren in Sternenqual
still entstanden, nie gehört
mit mächt,ger Hand und Infernal
der Tod des einen birgt das Leben
gebar des neuen unzähl,ger Zahl
gab der Menschheit dieses Wunder namens

Stahl

Der Alchemist, ein weißer Mann
starb ehedem durch Mörderhand
doch kurz vor dieser Meuchelei
er schrieb hernieder allerlei
wollt erschaffen, nicht nur hören
neues schaffen statt zerstören
stieß ihn auf den heiligen Grahl
was von ihm blieb ist

Stahl

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