Im März erwacht die junge Welt,
ein kühler Wind die Knospen hält.
Noch liegt das Grau auf Flur und Auen,
noch zögert Licht im Wolkenrauen.
Doch unter Regen, Frost und Schauer
steht schon der Lenz still auf Lauer.
Er lauscht im Tau, im feuchten Land,
hält Blüte heimlich in der Hand.
Die Saat im dunklen Erdengrund
trägt Hoffnung stumm von Mund zu Mund.
Ein Vogel probt im kahlen Hain
sein erstes, zartes Lenzesein.
Noch weht der Märzwind herb und klar,
doch weiß die Welt: Er ist nur gar
der Wächter vor dem Blütenmeer –
bald bricht das Licht sich Bahn und mehr.
So wächst im Schweigen, kaum geschaut,
was keiner ganz zu hemmen traut:
Der Frühling, leis und unbeirrt,
hat längst sein neues Reich entwirrt.