Przemyslaw Nieczaj

Vom Baum

Nun, was ist der Baum?
Geboren aus Erde, Wasser und Licht – wie ich.
Ich brauche ihn, da wir beide aus unserem Wechselspiel Nahrung beziehen.
Ich atme ihn, er atmet mich, so kann es weitergehen, ewiglich.
Er steht nun jedoch auf meinem Land und ich muss es nutzen, das ist bekannt.
Nutz ich ihn nicht, verarme ich und mein Nachbar der wird reicher als ich.
Deshalb, um zu überleben, schneid ich ab den Baum, das bisschen weniger Nahrung, das merkt man doch kaum.
Mein Baum, der macht sich gut als Brett, ein Stück von ihm, das wir auch Parkett.
Schnell hab ich 100€ in meine Tasche gebracht, die 100 Jahre Leben sind doch wieder schnell gemacht.
Und so wachsen wir fett, mein Nachbar und ich und räubern um die Wette, ewiglich.
Der Atem stockt vor lauter Fett, im Schatten eines Baums ausruhen, das wäre jetzt nett.
Doch den Kreislauf gebrochen habe ich und gehe zu Grunde, jämmerlich.
Aus Licht, Wasser und Erde bestanden wir, doch jetzt bleibt von uns beiden keiner mehr hier.
Leben eingehaucht, wird vielleicht irgendwann einem anderen Tier, ich hoffe es wird dann klüger als wir.

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