Wer mag den Winter nicht,
der ist um einen Zauber ärmer.
Wenn an den Wipfeln leis und licht
die silbernen Tannenzapfen wippen,
weiß jede Seele, was ihr fehlt.
Die Wälder tragen stillen Glanz,
kein Blatt, das klagt, kein Ast, der drängt.
Im Frost gewinnt die Welt ihr Maß,
und alles Überlaute schweigt.
Der Schnee legt Frieden auf das Land,
die Zeit geht langsamer und weit.
Was sonst im Sommer eilig war,
wird hier zu Klarheit und zu Sein.
So lehrt der Winter ohne Wort,
was Dauer hat und was vergeht.
Und wer ihn liebt, versteht vielleicht,
dass Ruhe keine Leere ist,
sondern der Grund, aus dem Neues wächst.