Die dritte Nacht spricht nicht von Glück,
sie geht nicht sanft, sie geht nicht zurück.
Kein Rauch vertreibt, was offen bleibt,
kein Wort, das diese Stille heilt.
Das Licht brennt klein, fast widerwillig,
als wüsst es um das Unbillige.
Die Nacht fragt nicht nach Schuld und Sinn,
sie hält nur aus, was da ist, hin.
Kein Name steht für große Tat,
kein Held, der Mut bewiesen hat.
Nur Leben, das zu früh zerbrach,
weil Macht sich selbst zum Maßstab machte.
Die Rauhnacht zählt hier nicht Gewinn,
sie prüft den Blick nach innen hin:
Was erträgst du, ohne zu flieh’n?
Was bleibt, wenn keine Antwort zieh’n?
So lehrt die dritte Nacht im Jahr:
Nicht alles wird je sinnvoll, klar.
Doch wer dem Leid nicht ausweicht heut,
verliert das Menschliche nicht erneut.