TIMO ERTEL

Die vierte Rauhnacht

Die vierte Nacht hält Gegenwind,
weil Wahrheit selten bequem beginnt.
Was gestern noch nach Ordnung klang,
steht heute prüfend im Zwiespaltgang.

Kein Rauch verdeckt, was stehen bleibt,
kein Wunsch, der sich davon befreit.
Die Nacht fragt streng, doch ohne Zorn,
wo Pflicht sich Wahrheit unterordn’.

Man spürt: Nicht jeder Frieden heilt,
wenn er nur lautem Druck enteilt.
Wer jetzt sich selbst nicht leiser macht,
verliert, was innre Freiheit schafft.

So lehrt die vierte Nacht im Jahr:
Gewissen ist kein Kommentar.
Es bleibt, auch wenn der Preis hoch steht,
und trägt, wer standhält und nicht geht.

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