Die fünfte Nacht zählt still zurück,
kein Lärmen mehr, kein falsches Glück.
Sie schließt das Jahr nicht hart, nicht kalt,
doch ehrlich, ohne Selbstbetrugsgestalt.
Was liegen blieb, wird nun geseh’n,
nicht um es neu zurechtzudreh’n.
Was nicht vollendet werden konnte,
darf ruh’n, weil Zeit auch Grenzen kannte.
Kein Urteil fällt, kein Maß wird hart,
doch Klarheit wird hier aufbewahrt.
Was zu viel war, verliert sein Recht,
was wesentlich ist, bleibt gerecht.
So lehrt die fünfte Rauhnacht leis:
Nicht alles braucht ein neues Gleis.
Manches wird erst dann wieder ganz,
wenn man es lässt – im letzten Glanz.