TIMO ERTEL

Sechste Rauhnacht – Silvesternacht im Zeichen des Papst Silvester I.

Die sechste Nacht zählt keinen Lärm,
kein Knall hält hier die Zeit in Schach.
Sie schließt das Jahr mit ruh’ger Hand,
nicht überrannt, nur anerkannt.

Silvester steht am letzten Rand,
kein Herrscher, nur ein Zeuge stand.
Er ließ die Macht nicht Wort sein heut,
er gab der Ordnung Dauer, Zeit.

Was endet, endet ohne Spott,
kein Jubel übertönt das Wort.
Die Nacht fragt schlicht und ohne Zwang:
Was trug dich wirklich lebenslang?

Kein Vorsatz wird hier laut erdacht,
kein Plan im Lichterüberschwang.
Die Wahrheit kommt, wenn Stille wacht
und Maß den Übergang bewacht.

So lehrt die sechste Rauhnacht klar:
Nicht jedes Ende braucht Gefahr.
Wer ruhig schließt, was ehrlich war,
tritt würdig in das neue Jahr.

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