Albrecht Classen

Angst

Die Fundamente
unseres Hauses
wackeln bedrohlich,
Verrat ist ja so probat.

Wer heute noch
zu protestieren wagt,
muss damit rechnen,
auf der Straße erschossen zu werden.

Wie Pilatus einst so schön sagte,
man wäscht sich die Hände
im Wasser der Unschuld
und lässt die Diener gewähren.

Die höchsten Richter
sagen Ja und Amen,
womit ein Schlusswort
die Akte schließt.

Der Wahnsinn tobt
in den Köpfen
der Milliardäre,
sie wollen immer mehr.

Die Aufteilung der Welt
in große Machtzonen
erweist sich ganz gewiss
als ein lustiges Spiel.

Die Menschen selbst
sind bloß Störfaktoren,
man bietet panem et circenses,
lange gut erprobt.

Höchste Zeit,
dass wir das Parieren lernen,
sonst werden wir alle malträtiert,
ein neuer Massenmord.

Im Kreislauf der Geschichte
wanderten wir von der Sklavengesellschaft
hin zur Demokratie,
und fallen in die Sklaverei zurück.

Ein paar Worte erbitte ich mir,
es war so schön bei Euch,
einst galt die Wahrheit noch,
heute lügen die Herrscher wie gedruckt.

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