Chandrika Wolkenstein

Staub der Jahre

Wintertage tragen Staub in ihren Taschen,
von Wegen, die man ging und nicht mehr geht.
Erinnerungen an dich sacht verblassen
wie dein Name, der ganz leis‘ im Schnee verweht.
Du warst das Maß, das alles andere überragte.
Du warst Verderben mir im Übermaß.
Du warst Beweis dafür, dass ich Vertrauen wagte.
Du warst der Grund für Tränen, die ich längst vergaß.
Du bist nunmehr ein grauer Wintermantel,
der nicht mal mehr nach wahrer Wärme riecht.
Du bist ein Frostgewand, vom Lauf der Zeit verschandelt,
aus dem der Staub der Jahre unablässig kriecht.
An Wintertagen muss ich an dich denken,
was mit der Zeit aus dir geworden ist.
Mein Herz würd‘ ich dir heute nicht mehr schenken,
weil du ein staubig stumpfer Wintermantel bist.

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