Chandrika Wolkenstein

Schweigen

Wir sagen einander wenig.
Manches, weil es nicht mehr nötig ist.
Manches, weil wir es nicht mehr finden.
Das Schweigen hat sich eingerichtet,
fragt nicht nach Erlaubnis.
Es bleibt, weil wir es dulden.
Sätze liegen
wie unbenutztes Besteck
in der Schublade der Jahre.
Wir verstehen,
miteinander zu schweigen
und übersehen dabei,
was gesagt werden müsste.

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