Im stillen Gras erwacht die Knospe sacht,
ein Hauch von Duft durchzieht die weite Luft;
die Erde hebt sich leis aus langer Nacht,
und überm Feld verweht der junge Duft.
Ein Schmetterling berührt das helle Licht,
die Sonne streift den Tau am Wiesensaum;
der Morgen spricht, doch laut vernimmt man’s nicht –
der Lenz erscheint wie kaum gefasster Traum.
So wächst die Welt im stillen Übermaß,
ein Blütenmeer erhebt sich weich und weit;
und jeder Schritt im jungen, grünen Gras
wird leiser Teil der neuen Frühlingszeit.