Gabriella Kacsor

Nach dem Gehen

Nach dem Gehen

Es war still,
als ich ging.
Keine Schreie, kein Drama –
nur das Echo von allem,
was ich zu lange geschluckt habe.
Dein Schatten hing noch
in meinen Gedanken,
in meinem Bett,
in meiner Haut.
Aber ich war gegangen.
Zum ersten Mal:
für mich.
Ich taumelte in die Leere,
die Du hinterlassen hast –
und fand dort
Stücke von mir,
die Du nie sehen wolltest.
Ich weinte.
Nicht um Dich.
Um mich.
Um all die Male,
die ich geblieben bin,
obwohl ich schon zerbrach.
Die Welt ohne Dich
war stiller.
Aber sie war auch leichter.
Ich atmete nicht mehr durch Deine Angst –
sondern durch meine Hoffnung.
Und irgendwann,
ganz leise,
fing mein Herz an,
sich selbst zu lieben.
Ich bin gegangen –
nicht weil ich Dich nie geliebt habe,
sondern
weil ich mich
endlich wieder lieben will.
©K.G.

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