Die Birken stehn im Abendglanz,
der Weiher träumt im Grunde;
ein ferner Vogel zieht zum Wald,
als rief ihn eine Stunde.
Der schmale Weg geht durch das Grün,
verliert sich hinterm Raine;
dort steht ein Haus im stillen Licht,
so heimlich und alleine.
Aus seinen Fenstern fällt ein Schein
auf Gras und dunkle Weiden;
als wohnten dort, dem Tag entrückt,
Vergessen und Bescheiden.
Der Wandrer hält am Ufer still,
sein Herz beginnt zu lauschen;
ihm ist, als hörte er im Schilf
die alten Wälder rauschen.
Da zieht die Nacht vom Hügel her,
der erste Stern wird helle;
und was der Mensch im Weiten sucht,
liegt schweigend an der Schwelle.
Denn Heimat ist nicht nur ein Ort,
den Mauern uns bewahren;
sie ist der Ruf, der mit uns geht
durch alle fremden Jahre.