Im grünen Saum, am stillen See,
weht sacht des Maies leiser Weh;
der Zweig neigt sich ins Wasser hin
und trägt den Hauch von frühem Sinn.
Die Fläche ruht in klarem Schein,
nimmt Blatt und Wolke sanft hinein;
was oben zieht, so licht und weit,
liegt unten still in Spiegelzeit.
Ein schmaler Pfad am Uferrand
führt leise fort durchs grüne Land;
kein Wort verlangt die stille Spur,
sie trägt sich selbst in sich Natur.
Die Kronen wölben licht und lind,
als hielten sie den wandernden Wind;
und jedes Blatt im milden Spiel
verrät ein unerhörtes Ziel.
So steht die Welt, so weich gefasst,
in Gegenwart, die nichts erfasst;
und wer im Maien schweigend sieht,
vernimmt, was durch das Leben zieht.