Wenn Nächte länger, Tage kleiner
und kalte Luft durchs Treppenhaus,
wird selbst der größte Sommermeiner
auf einmal gern zum Stubenherrn zu Haus.
Der Regen schreibt an Fensterscheiben,
der Wind verteilt das Laub im Hof.
Man kann darüber Trübsal treiben —
doch Trübsal bleibt, bei Licht besehn, recht doof.
Drum stellt man Tee und Bücher hin,
zieht Wollzeug an und Vorhang zu.
Der Herbst hat schließlich auch Gewinn:
Er zwingt die Welt ein wenig mehr zur Ruh.
Wer nur dem Sommer hinterherläuft,
verpasst, was dieser Herbst verspricht:
Dass manches erst Bedeutung kriegt,
wenn draußen früher ausgeht das Licht.
So kommt die Kälte ungefragt,
der Mensch jedoch entscheidet drauf:
Ob er den grauen Himmel beklagt —
oder im Haus ein kleines Leuchten baut.