Am Frühlingsrand, wo mild die Erde taut,
steht still ein Tor im jungen Sonnenschein,
dahinter wächst, von Sehnsucht leis umblaut,
die blaue Blume tief im Herzenshain.
Ein Winterrest liegt schwer noch im Gemüt,
ein altes Wort hält leise Widerstand,
doch wo der Blick ins Offne weiterglüht,
löst sich der Druck wie Reif aus warmer Hand.
O süßer Trug, der Hoffnung zart entfacht,
als sei der Schmerz nur flüchtig wie ein Traum –
doch wer ihn trägt und dennoch neu erwacht,
der findet Sinn im kleinsten Lebensraum.
So führt das Tor, im Licht und Zweifelsspiel:
Zur blauen Blume – und zurück zum Ziel.
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