Im Maienlicht, am stillen See,
weht sanft des Lebens leiser Weh;
das Schloss erhebt in Würd und Ruh
sein Antlitz der Natur dazu.
Von alten Linden sacht umstellt,
die Blatt an Blatt ins Klingen fällt,
ruht Stein in zeitvergessnem Schein
und atmet tief ins Grün hinein.
Der Turm, von Licht und Lüften mild,
steht wie ein wachendes Gefild;
er schaut, vom Wandel kaum berührt,
was leise sich im Werden rührt.
Im Wasser, klar und ohne Hast,
spiegelt sich Dach und Mauerlast;
und was der Stein als Dauer spricht,
zerfließt im sanften Gegenlicht.
So wird im Mai, so mild und weit,
die Welt zu stiller Einigkeit;
wer hier verweilt und schweigend sieht,
vernimmt, was durch die Zeiten zieht.