Am Fissauer Fährhaus, still am See,
wo Ufer sanft ins Wasser reichen,
verweilt der Blick, wird Herz sich frei,
und Zeit beginnt, sich selbst zu gleichen.
Die Boote ruh’n an leisem Steg,
ein Hauch von Wind durchzieht die Bäume;
und was sonst drängt auf schnellem Weg,
verliert sich hier in weiten Räumen.
Im Haus, das schlicht dem Ufer dient,
verbindet sich Natur mit Leben;
was draußen wächst und leise grünt,
wird innen dankbar aufgenommen.
Ein Mahl aus Feld, aus See, aus Land,
getragen von der Jahreszeiten Spur;
so wird im Einfachen erkannt,
wie Ordnung wirkt in Mensch und Flur.
Der Kellersee, in mildem Licht,
trägt Stille weit in alle Sinne;
und wer hier eilt, verweilt doch nicht –
er findet Maß im stillen Gewinne.
So bleibt der Ort, in sich gefügt,
ein Zeichen dessen, was uns hält:
dass Leben dort am tiefsten liegt,
wo Mensch sich einfügt in die Welt.
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