TIMO ERTEL

Frühjahrston

Flatulentia – der Lenz ist da,
er drängt durch jede feste Form;
was eben noch ganz streng geschah,
verliert sich leise ohne Norm.
Ein Laut, so schlicht, doch voller Kraft,
zerreißt die Ordnung, unbestellt;
und was zuvor noch Ernst erschafft,
wird plötzlich Spiel in dieser Welt.
Man sieht sich an, erst stumm, dann frei,
das Lachen wächst, als wär’s geplant;
und jede Pflicht wird nebenbei
durch einen Augenblick entmannt.
So wirkt im Kleinen, unscheinbar:
Der Lenz, der selbst im Banalen wahr.

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Ein Gedicht in Schönschrift publizieren? Nutze den Handlettering-Generator und verwandle dein Gedicht in ein visuell ansprechendes Kunstwerk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert