Die Blätter fallen nicht aus Schwäche,
sie lösen sich aus Übermaß;
wer festhält wider seine Fläche,
verliert am Ende mehr als Maß.
Was reift, beginnt sich abzugeben,
nicht aus Verlust, vielmehr aus Sinn;
denn alles volle, drängend Leben
strebt irgendwann nach außen hin.
Der Baum bewahrt nicht durch Behalten,
er ordnet sich durch stillen Schnitt;
wer nur besitzt, wird sich verwalten –
wer loslässt, wächst im Andern mit.
So ist der Fall kein bloßes Ende,
kein Zeichen schwindender Gewalt;
er ist die notwendige Wende
von Form in nächste Wirksamkeit.
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