Zoe Giesa

Herbstgedanken

Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich sterben. Wenn die Blätter sich braun und orange färben.
Wenn die Welt wieder Eigentum der Dunkelheit wird und jedes Feld langsam stirbt.

Der Regen wird es sein der mir meinen Hunger verdirbt und der nasse Asphalt der wie deine
Augen wirkt. Die fehlende Wärme wird ihr Spiel mit mir spielen und so wie deine Kälte direkt auf
mein ungeschütztes Herz zielen.

Es gehört jetzt dir und nichts ist mehr meins. Der Herbst, die Lust und auch mein Leben sind
nun deins. Du nahmst alles mit und spukst in mir wie ein Geist. Wie der November, der alle Blätter
gefriert und mit sich reißt.

Jedoch fürchte ich mich nicht davor dein Gesicht zu sehen. Das lässt die Sehnsucht in meinem Kopf
sowieso geschehen. Ich fürchte mich vor diesem Loch in meinem Herzen, das der Herbst mit
deiner Hand in mich stach unter Tausenden von Schmerzen.

Ich fürchte mich, dass es sich anfühlt, als ob du mich wieder quälst. Oh Herbst, oh Herbst, ich
hoffe, dass du schnell vergehst.

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