Holsteinische Schweiz, im Hügelgang,
vom Eis der Zeiten einst gehoben,
zieht sich ein stiller Lebensklang
durch Seen und Felder, licht verwoben.
Die Moränen tragen alte Spur,
vom Werden in vergangnen Tagen;
und in der sanft gewellten Flur
liegt mehr, als Worte je vermögen zu sagen.
Der Bungsberg schaut in weite Fernen,
als wache er über Land und Zeit;
und zwischen Wäldern, Wasser, Kernen
ruht eine tiefe Beständigkeit.
Die Seen, vom Licht durchglänzt und klar,
sind Spiegel einer stillen Ordnung;
was einst geformt in Kälte war,
wird jetzt getragen in milder Ordnung.
Hier klingt noch nach aus alter Zeit,
was Menschen banden, bauten, pflegten;
Gutshof, Schloss und Frömmigkeit
das Land im Innersten bewegten.
Und doch ist dies kein bloßes Bild,
kein Traum von längst vergangnen Tagen:
wer hier verweilt, wird ruhig, mild –
und lernt das Eigene neu zu tragen.
So ist dies Land, so schlicht es scheint,
mehr als Natur in freier Sicht:
wo Herkunft, Maß und Leben eint,
verliert sich selbst das Wandel nicht.
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