TIMO ERTEL

Holsteinische Schweiz – Zeiten im Land

Mal Angeln, mal Sachsen zogen hier,
durch Wälder, Seen und Hügelketten;
sie ließen Spuren, leise, schier,
in Flur und alten Siedlungsstätten.
Dann Keltenklang, dann Wendenzeit,
in frühen Formen, schwer zu fassen;
ein Land im Wandel, stets bereit,
doch nie sich selbst dabei verlassen.
Die Wikinger durchzogen einst
die Wasser, kühn und ohne Zagen;
und Dänenherrschaft, die vereint,
begann das Land in Maß zu tragen.
Dann kam, was Preußen Ordnung gab,
mit Recht und fester Struktur;
doch blieb, was tiefer wurzelnd war,
das Eigne dieser stillen Flur.
So wechselten die Zeiten fort,
doch blieb ein Kern in allem Schweigen:
dies Land war mehr als jeder Ort –
es ließ sich formen, nie sich neigen.
Und zwischen Malente, Plön, Eutin,
im Glanz der Seen, im Hügelkleid,
ist es, was wir geblieben sind:
Holsteiner – durch Raum und Zeit.
In dieser Schönheit, still und weit,
liegt nicht nur Bild, nicht nur Natur;
sie ist das Maß der Dauerhaftigkeit –
und trägt uns weiter, Spur für Spur.

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Ein Gedicht in Schönschrift publizieren? Nutze den Handlettering-Generator und verwandle dein Gedicht in ein visuell ansprechendes Kunstwerk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert