Der Frühling gipfelt in der Maienzeit,
es blüht und singt auf Flur und Feldern weit;
durch junge Zweige zieht der milde Wind,
als wollte er verkünden, dass wir leben sind.
Die Lerchen steigen hoch ins helle Blau,
auf Wiesengrund glänzt still der Morgentau;
und über Seen in lichtem Frühlingsschein
kehrt sanfte Ruhe in die Herzen ein.
Die Wälder tragen frisches, junges Grün,
als könnt aus jedem Ast ein Wunder blühn;
selbst alter Boden atmet still und klar
und zeigt, was lange schon verborgen war.
So wächst im Mai nicht nur der Blütenstand,
es wächst auch Hoffnung neu durch jedes Land;
denn wo die Schöpfung still zu sprechen wagt,
wird selbst das Dunkle leise fortgetragen.