Die neunte Nacht verliert die Flucht,
kein Schweigen mehr, das sich versteckt.
Was unausgesprochen blieb,
wird schwerer als das, was man trägt.
Kein Rauch verhüllt, kein Bild ersetzt,
was nun beim Namen genannt sich setzt.
Denn was man scheut zu formulieren,
beginnt im Innern zu regieren.
Ein Name fällt, nicht laut, nicht hart,
doch klarer als es Lärm je war.
Er trennt nicht Mensch von Mensch entzwei,
er macht nur wahr, was wirklich sei.
Die Nacht duldet kein ungefähres Wort,
kein „Vielleicht“ als Zufluchtsort.
Sie weiß: Wo Dinge namenlos,
werden sie willkürlich und groß.
So geht, wer heute ehrlich spricht,
nicht sicherer – doch aufrecht ins Licht.
Denn Wahrheit bindet nicht, sie trägt,
wenn man den Mut zum Namen wagt.