Den Wagen habe ich abgestellt
begeh die Seitenwege,
ich schlendere übers Sommerfeld
und über morsche Stege.
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Behelligt nicht vom Stundenschlag
entrückt den Alltagssorgen,
ergeben ganz dem heiteren Tag
schon früh am stillen Morgen.
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Auf Äckern und auf grüner Au
liegt helles Sonnengleißen,
es quirlen aus dem Himmelsblau
der Lerchen Trillerweisen.
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Leis sirrend schwankt und wogt die Saat
von erntereifen Ähren,
Zyanen, Mohn blühn längs dem Pfad
aus Sträuchern blinken Beeren.
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Und gaukelnd schwärmt es ringsumher
von bunten Schmetterlingen,
die anmutsvollen Zauberflair
in all die Felder bringen.
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Ich atme würzig frische Luft
Geruch der Ackererde,
den Gräsern- Kräutern- Blumenduft
was ich schon lang entbehrte.
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Auf dem Feldweg am Sonntag
von Peter Leitheim 2015
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Ging Sonntagsfrüh – Tau war ausgegossen
aus dem Haus – die Luft noch klar,
es grüßten mich die Kirchturm Glocken
und alles deucht mir wunderbar.
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Auf dem Feldweg zwischen Wiesen
wandele ich im luftig Hemd,
schon Sonnenflut tut sich ergießen
nebst Wolkenzug am Firmament.
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Auf dem Rücken wärmt die Sonne
auf dem Weg sich Staub erhebt,
Schritte langsam, angemessen
Gottes schöne Welt erleb`.
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Ich bestaune Korn und Wiesen
die ich an Werktag sonst nicht sah,
roch Blumen die am Wege sprießten
und fühlte das mir Gott ganz nah.
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Glockenblumen, und die Wicke
Augentrost und roten Mohn,
ein Blütenmeer wohin ich blickte
Lichtnelken, blauer Rittersporn.
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Sah Feldsandläufer, Totengräber
nebst Juni- und Marienkäfer,
lauscht Feldlerche dem Wiesenpieper
betörend` Duft vom rosa Flieder.
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Sah kleinen Fuchs und Schnarrheuschrecke
sah Zaunkönig – in Rosenhecke,
ein Blühen, Krabbeln, Schwirren, Schweben
dem Auge Vielfalt war gegeben.
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Ganz nahe bei den Lindenbäumen
auf einer Bank an Feldes Rand,
zum Bienensummen, kann nun träumen
und alle Sorgen sind verbannt.
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Zu Haus dann nach des Tagesschwüle
erfreut mich dann die Abendkühle,
ich schließe sanft die Augenlieder
lausch Nachtigall und ihrer Lieder.
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Im Traum zur Nacht mit Engelsflügeln
zieh` ich nochmals durch Zeit und Raum,
und schwebe über Tal und Hügeln
erleb´ den Tag nochmals im Traum.
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Peter Leitheim: Buchautor von : Spiegelbild der Seele
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