Wenn die Nächte länger werden,
wenn die Kälte zieht ins Haus,
holt man Wärme aus der Stille
und macht aus dem Herbst was draus.
Denn im Grau nur Grau zu sehen,
macht die dunklen Tage schwer;
wer noch Licht im Kleinen findet,
braucht vom Sommer gar nicht mehr.
Eine Lampe, warme Räume,
Tee und Bücher, Zeit zu zweit —
manches Glück wächst erst im Schatten,
fern vom Lärm der hellen Zeit.
So wird selbst aus trüben Tagen
nicht nur Wehmut, nicht nur Graus:
Herbst heißt auch, sich neu zu sammeln —
und bei sich zu sein zu Haus.