TIMO ERTEL

Zwischen Kellersee und Eutiner See

Zwischen Kellersee und Eutiner See
zieht still der junge Frühling ein;
durch lichte Wälder, Wind und Klee
fällt milder Glanz ins Land hinein.

Die Wasser tragen Himmel weit,
vom Morgentau noch kühl umfangen;
und durch die sanfte Hügelleit’
zieht leise neues Grün entlang.

Am Uferrand im Schilfgebraus
verliert der Tag sein lautes Streben;
die stille Landschaft atmet aus
und ordnet neu das innre Leben.

Hier wächst nicht hastig, grell und laut,
was Dauer in sich tragen will;
was sich dem Wechsel anvertraut,
wird langsam stark und wächst im Still.

Zwischen Kellersee und Eutiner See
liegt mehr als Wasser, Wald und Land:
ein Maß aus Ruhe, Licht und Weh,
das Herz und Herkunft still verband.

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