Zwischen Kellersee und Eutiner See
zieht still der junge Frühling ein;
durch lichte Wälder, Wind und Klee
fällt milder Glanz ins Land hinein.
Die Wasser tragen Himmel weit,
vom Morgentau noch kühl umfangen;
und durch die sanfte Hügelleit’
zieht leise neues Grün entlang.
Am Uferrand im Schilfgebraus
verliert der Tag sein lautes Streben;
die stille Landschaft atmet aus
und ordnet neu das innre Leben.
Hier wächst nicht hastig, grell und laut,
was Dauer in sich tragen will;
was sich dem Wechsel anvertraut,
wird langsam stark und wächst im Still.
Zwischen Kellersee und Eutiner See
liegt mehr als Wasser, Wald und Land:
ein Maß aus Ruhe, Licht und Weh,
das Herz und Herkunft still verband.