Tiefe Besorgnis
um den Menschen
im so postmodern
technischen Zeitalter.
Die Verrohung
schreitet voran,
Rücksicht und Aufmerksamkeit
gehen zurück,
Wer hilft denn noch wem,
wer greift ein
im größten Notstand
und wer zeigt ein wenig Mut?
Lesen ist längst abgesagt,
die Bücher könnten
alle eingestampft werden,
Altpapier, nutzlos.
Das Kerzenlicht
der Hoffnung
flackert bedenklich
im immer kälteren Wind.
Hörgeräte wären
durchaus nützlich
auch für junge Menschen,
aber wer will denn noch zuhören?
Die Vereinsamung
nimmt immer mehr zu
im algorithmischen Gewebe,
wir sind uns fremd geworden.
Wo ist das Herz geblieben,
oder gar die Seele,
der Chirurg
weiß nichts davon.
Den guten Umgangston
bestimmt jetzt blinde Gewalt,
brachialer Einsatz von Waffen,
nieder mit dem Nächsten.
Früher sangen wir Lieder,
heute schießen wir uns nieder,
früher gab es noch Menschen,
wer will jetzt noch helfen?
Zwischen Himmel und Erden
wird die Luft tagtäglich
immer dünner
und es klagt die ganze Schöpfung.
Der alte Meister
wirkt so stumm,
wo ist er bloß geblieben?
Wir Bestien in Menschengestalt!
Manche reichen sich die Hände
und lachen sich ins Fäustchen,
der Endkampf findet statt,
es war ja nur ein Experiment.
Wer vergibt uns wohl die Sünden,
unsere wirklich schreckliche Tat?
Liebe mag uns retten,
oder ein Freund, mancher noch verlässlich!