Der August zieht ins Land herein,
des reifen Sommers Krone;
auf Korn und Obst fällt goldner Schein
der hohen, warmen Sonne.
Die Ähren neigen schwer ihr Haupt,
der Wind durchstreicht die Weiten;
schwarz glänzt die Frucht im Brombeerlaub
und kündet späte Zeiten.
Der Mäusebussard kreist im Blau
hoch über reifen Feldern;
am Morgen liegt der erste Tau
im Schatten dunkler Wälder.
Die Schwalben sammeln sich am Draht,
als wüssten sie vom Scheiden;
der Abend sinkt nun früh und matt
auf Wiesen, Wald und Weiden.
So krönt der August Feld und Flur
und lehrt im stillen Reifen:
Die Fülle ist des Abschieds Spur,
die wir im Glanz begreifen.